Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche im Inntal e.V.
Unser Verein stellt sich vor

 Zeitungsbericht zur Jahreshauptversammlung

Raubling – 


Auf dem Nachhauseweg möge jeder Versammlungsteilnehmer/in etwas stolz auf seine Mitgliedschaft im Verein Inntalhilfe sein. 

Mit diesem Wunsch eröffnet Herbert John die Jahreshauptversammlung der Inntalhilfe.
Inntalhilfe, Kurzfassung „Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche im Inntal e.V.“, der Verein, der sich nach seiner Philosophie ganz deutlich von anderen Vereinen unterscheidet. Was dahinter steckt und wie die Entwicklung aussieht, wurde bei der Jahreshauptversammlung (JHV) beim Alten Wirt in Pfraundorf offensichtlich.
„Was habe ich davon, wenn ich dem Verein beitrete, wurde ich schon mal gefragt“, sagt der Vorstand und liefert die nicht einfache Antwort: „Man hat nichts Greifbares, dafür das gute und unbezahlbare Gefühl für andere etwas Gutes zu tun, helfen wo die Not am größten ist. Unser Verein ist ausschließlich für andere Menschen da, in gewisser Weise einzigartig, jedenfalls aber bemerkenswert.“ Die Inntalhilfe könne es nicht ertragen, dass die ärmsten der Armen, behinderte Kinder und Jugendliche, auf Hilfen die möglich sind, verzichten sollen und müssen, weil der Kostenträger sagt, er übernimmt dafür die Kosten nicht und das Geld bei den Angehörigen schlichtweg fehlt, um es selbst zu stemmen. „Hier ist die Inntalhilfe gefragt, da sind wir da und helfen nach unseren Möglichkeiten,“ so John.
Im Berichtszeitraum vom Juli 2025 bis zur aktuellen JHV hat sich die Mitgliederzahl weiter positiv entwickelt, von 250 auf 315, bedeutet einen Zuwachs von 25 Prozent. Viele Mitglieder sind das Rückgrat, der Eckpfeiler des Vereins und das Ansehen sei dadurch nicht nur in der Gemeinde gestiegen, freut sich die Vorstandschaft. Die zahlreiche Mitglieder Beteiligung an der JHV, darunter auch die erste Bürgermeisterin Franziska Pfaffenhuber, zweiter Bürgermeister Stephan Heinke, einige Gemeinderäte und Pfarrer Josef Hartl sieht die Vorstandschaft als Wertschätzung. Die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung war auf Rekordniveau, im Kalenderjahr 2025 ist laut Kassenverwalter Marcus Land insgesamt ein mittlerer fünfstelliger Euro Betrag auf dem Vereinskonto eingegangen. Darunter auch hohe Einzelspenden, die breitgestreut aus der Bevölkerung kamen sowie Erlöse aus Aktionen wie „Blut und Liebe“, Theater beim Obermoar (Familie Bauer) in der Tenne, das Konzert von Roland Hefter oder das Benefiz-Preisschafkopfen. „Wir haben viel Geld bekommen, aber wir brauchen auch viel Geld, nicht für unseren Verein, nein für andere“, hob der Vorstand hervor und nannte einige Beispiele von Förderanträgen, die beglichen werden konnten. Beispielsweise Therapiekosten, behindertengerechter Autositz oder Umbau eines behindertengerechten Kleinbusses. „Seit der Vereinsgründung im November 2016 haben wir rund 80.000 Euro an Hilfeleistungen auszahlen können, zu unserem zehnjährigen Bestehen dürfte die magische Grenze von 100.000 Euro erreicht werden, da aktuell weitere Förderanfragen vorliegen und unser Bestreben nach Hilfeleistung nicht so schnell abebbt“, gab John einen Ausblick. Erste Bürgermeisterin Franziska Pfaffenhuber bekäme aus der Verwandtschaft immer wieder mal Erzählungen aus dem Personenkreis schwerkranker Kinder und wisse daher schon, wo es hapert. „Genau was die Kinder brauchen würden, eben nicht bekommen, oder sehr lange auf Hilfe warten und Leid ertragen müssen, vor allem auch die Eltern“, so Pfaffenhuber. Sie sei in der glücklichen Situation, dass sie zwei wunderbar gesunde Kinder hat, aber ihr sei auch bewusst, dass es bei gesunden Kindern und Jugendlichen von einem auf den anderen Tag anders ein könnte, sie ist aber kein Pessimist. „Schön, dass ihr alle mitmacht, es ist mir ein Anliegen damit die betroffenen Kinder und Jugendlichen die gerechte Unterstützung bekommen, bleiben wir alle dabei. Vielleicht seid ihr weiterhin erfolgreich und „bettelt“ weiter um Mitglieder und Spenden“, hob sie hervor. „Wir haben viel über Geld gehört, nun will ich mit einem Zitat von Mutter Theresa, die als Nonne in Indien wirkte, die Versammlung schließen: „Es gibt Menschen, die sind so arm, die haben nichts, außer Geld.“